Episode Transcript
[00:00:04] Speaker A: Wie war das? Der kurze Erklär Podcast der Arbeiterkammer.
Die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich sorgt für eine Grundabsicherung. Doch viele Menschen schließen zusätzlich eine private Krankenversicherung ab, zum Beispiel für Sonderklasse im Krankenhaus, Wahlarztbesuche oder auch erweiterte ambulante Behandlungen. Heute erklärt uns Bianca Navratil von der AK Konsumentenberatung, worauf sie bei einer Zusatzversicherung achten sollten.
Was tun, wenn die Versicherung dann im Ernstfall?
Diese Behandlung zahlen wir nicht. Hallo Bianca, danke, dass du heute Zeit hast für uns.
[00:00:40] Speaker B: Hallo und danke für die Einladung.
[00:00:41] Speaker A: Fangen wir gleich mal an. Wann lohnt sich überhaupt eine private Krankenversicherung?
[00:00:46] Speaker B: Ja, das ist eigentlich eine Frage, die man gar nicht so pauschal beantworten kann.
Aus meiner Sicht muss man hier wirklich den Einzelfall anschauen. Zunächst einmal muss man sich die Frage Was möchte ich mit einer privaten Krankenversicherung überhaupt absichern und was ist mir persönlich wichtig?
Für den einen kann es zum Beispiel besonders wichtig sein, im Krankenhaus eine bestimmte Art der Unterbringung zu haben und für jemand anderen stehen vielleicht bestimmte zusätzliche Leistungen im Vordergrund oder eben auch die freie Arztauswahl.
[00:01:16] Speaker A: Also das Paket muss man sich selber schön zusammenstellen und natürlich kostet es dann was, jedes extra.
[00:01:22] Speaker B: Richtig, genau. Also deshalb würde ich auch sagen, es gibt nicht die eine private Krankenversicherung, die eben für jeden Menschen gleichermaßen sinnvoll ist.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, welchen Mehrwert eine private Krankenversicherung bietet und ob dieser Mehrwert eben auch die Kosten für ihn persönlich rechtfertigt.
[00:01:45] Speaker A: Das klingt gleich mal nach viel Arbeit, Bevor man sich überhaupt entscheiden kann. Wie schaut es denn mit dem Alter und dem Gesundheitszustand aus? Wie sehr beeinflusst das den Abschluss so einer Versicherung?
Ist es immer besser, wenn man jung ist?
[00:01:58] Speaker B: Ja, also grundsätzlich je jünger man eine private Krankenversicherung abschließt, desto günstiger sind oftmals die Voraussetzungen.
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Vorerkrankungen und das kann sich eben sowohl auf die Prämienhöhe als auch auf die Versicherbarkeit auswirken.
Der Gesundheitszustand spielt eine wichtige Rolle.
Je nach Vorerkrankung kann es zu höheren Prämien oder eben zu Einschränkungen beim Versicherungsschutz kommen. Und es kann auch sein, dass der Versicherer gar keinen Vertrag abschließen möchte, nämlich aufgrund von diversen Vorerkrankungen bzw. Vom Alter.
Also es kommt wirklich auf die individuelle Situation an.
[00:02:43] Speaker A: Worauf muss ich generell noch achten bei so einer Zusatzversicherung?
[00:02:49] Speaker B: Ganz wichtig ist, sich den Inhalt der Versicherung gut anzusehen und zu überlegen, welche Leistungen brauche ich tatsächlich.
Möchte ich zum Beispiel hauptsächlich die Vorteile eines Zweibettzimmers im Krankenhaus genießen oder sind mir Leistungen bei Wahlärzten wichtiger?
Natürlich sollte man sich auch fragen, ob die Versicherung langfristig und dauerhaft leistbar ist.
Entscheidend ist also, nicht nur möglichst viele Leistungen zu bekommen, sondern ein Produkt zu finden, das zu den eigenen Bedürfnissen und eben zur persönlichen finanziellen Situation passt.
[00:03:27] Speaker A: Zur finanziellen Situation. Und wie vergleiche ich jetzt eigentlich diese verschiedenen Angebote, wenn ich sie mir zusammengesucht habe, außer nur die monatliche Prämie zu vergleichen, weil es gibt ja so viele unterschiedliche Möglichkeiten.
[00:03:39] Speaker B: Genau, also wichtig ist auf jeden Fall nicht nur die monatliche Prämie zu vergleichen. Entscheidend ist hier, was man für sein Geld tatsächlich bekommt. Man sollte sollte daher vor allem die versicherten Leistungen, mögliche Ausschlüsse und Einschränkungen sowie die jeweiligen Versicherungssummen vergleichen.
Denn ein günstiger Tarif ist nicht automatisch der bessere, wenn dafür wichtige Leistungen fehlen oder nur eine geringe Versicherungssumme vorgesehen ist. Letztlich sollte man also immer das Gesamtpaket betrachten und nicht nur auf den Preis schauen.
[00:04:12] Speaker A: Zum Preis Wovon hängt denn die Höhe so einer Prämie ab?
[00:04:17] Speaker B: Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen das Alter und der Gesundheitszustand, aber natürlich auch der konkrete Leistungsumfang des Vertrages. Je mehr bzw.
Umfangreichere Leistungen versichert sind, desto höher kann grundsätzlich auch die Prämie ausfallen.
[00:04:35] Speaker A: Kann die auch erhöht werden?
[00:04:37] Speaker B: Ja, also grundsätzlich gibt es sechs gesetzlich vorgesehene Gründe, aus denen eine Prämienanpassung in der privaten Krankenversicherung möglich ist.
Diese sind auch im Fahrenheit-Versicherungsvertragsgesetz geregelt und müssen bei einer Prämienanpassung, also beim Schreiben, das man auch bekommt, entsprechend angeführt werden. Wichtig ist, eine solche Anpassung bezieht sich nicht auf die einzelne versicherte Person, sondern auf den jeweiligen Tarif. Das heißt, wenn beispielsweise in einem Tarif zum Beispiel sage ich jetzt mal, Versicherungsnehmer zusammengefasst werden, teilt man sich hier das Risiko. Wenn von der Gruppe Leistungen häufig in Anspruch genommen werden, kann es zu einer Prämienerhöhung für alle Personen in diesen Tarif, also in dieser Gruppe kommen. Das führt nämlich manchmal zu Unverständnis. Man selbst hat vielleicht im vergangenen Jahr überhaupt keine Leistungen in Anspruch genommen und fragt sich dann, warum die eigene Prämie trotzdem steigt.
Entscheidend ist aber hier nicht das individuelle. Also entscheidend ist aber nicht das individuelle Leistungsverhältnis, sondern eben die Entwicklung des gesamten Tarifs, also dieser gesamten Gruppe.
[00:05:50] Speaker A: Gibt es auch Fälle in der Beratung? Bei euch rufen ja viele Mitglieder an, die sich dazu informieren möchten.
Gibt es da auch Mitglieder, die sich das dann nicht mehr leisten können, wenn eine Prämie erhöht wird? Und wie kommt man aus so einem Vertrag vorzeitig dann wieder raus?
[00:06:07] Speaker B: Ja, also solche Fälle haben wir in der Beratung tatsächlich immer wieder.
Besonders häufig ist das beim Wechsel von einer Gruppenversicherung, etwa über den Arbeitgeber in eine Einzelversicherung. Also hier kann die Prämie danach deutlich höher ausfallen. Problematisch wird es auch dann, wenn man in Pension geht und dadurch weniger Einkommen zur Verfügung hat, während die Versicherungsprämie gleichzeitig weiter ansteigt.
Gerade dann entsteht oft eine schwierige Situation. Die Versicherung wird im Alter eigentlich besonders wichtig und gleichzeitig wird sie aber zunehmend schwer leistbar.
Und das mit der Kündigung. Also grundsätzlich raten wir schon nicht unbedingt sofort kündigen. Es gibt durchaus Alternativen, um die Prämien leistbarer zu machen. Man kann beispielsweise den Leistungsumfang reduzieren oder im Einvernehmen mit dem Versicherer einen Selbstbehalt vereinbaren. Dies ist aber rechtlich nicht erzwungenermassen garantiert, dass hier der Versicherer einstimmt. Wichtig ist auss Es gibt einen Rechtsanspruch darauf, die Prämie gleichzuhalten durch eben eine entsprechende Anpassung der Leistung. Und wir reden hier von einer Reduzierung der Leistung.
Jedenfalls sollte man sich vor einer Kündigung gut beraten lassen und prüfen, ob eine Vertragsanpassung möglich ist.
[00:07:25] Speaker A: Du hast gerade das Wort Selbstbehalt verwendet. Sprechen wir mal darüber über den Selbstbehalt. Damit sind die Tarife eben günstiger. Wie funktioniert das Ganze?
[00:07:36] Speaker B: Durch einen Selbstbehalt übernimmt die versicherte Person einen Teil der Kosten selbst.
Dadurch reduziert sich der Leistungsumfang des Versicherers und die Prämie kann entsprechend günstiger ausfallen.
Entscheidend ist also abzuwägen, ob die niedrigere Prämie den vereinbarten Selbstbehalt für die eigene Situation rechtfertigt.
[00:07:57] Speaker A: Zum Punkt Kleingedrucktes. Welche Punkte werden oft übersehen, wenn man dann so eine Versicherung, so eine Zusatzversicherung abschließt.
[00:08:07] Speaker B: Ja, hier sollte man wirklich genau hinschauen. Nicht nur die versicherten Leistungen sind wichtig, sondern auch die Versicherungssummen und mögliche Höchstgrenzen, also wie viel und wie häufig eine Leistung tatsächlich in Anspruch genommen werden kann.
Besonders wichtig sind auch die Ausschlüsse. Man sollte vor Vertragsabschluss wissen, welche Leistungen eben nicht versichert sind. Denn nichts ist eben ärgerlicher, als wenn man glaubt, eine bestimmte Leistung abgesichert zu haben und dann im Kleingedruckten einen entsprechenden Ausschluss findet. Natürlich sind auch Erkrankungen aufgrund von Alkohol oder Drogenmissbrauch nicht versichert. Unser Rat ist daher, das Kleingedruckte wirklich zu lesen und den Vertrag als Ganzes zu betrachten, um nicht nur die beworbenen
[00:08:49] Speaker A: Leistungen, also sich auch wirklich Zeit zu nehmen, sich das durchzulesen und wohlüberlegt dann abzuschließen oder eben auch nicht.
Du hast gerade Krankheiten erwähnt.
Wie ist es? Ich muss ja, wenn ich eine Versicherung abschließe, auch Angaben zu Vorerkrankungen oder zur Krankheitsgeschichte machen.
Wie ist das?
Oder was passiert eigentlich, wenn ich eine Vorerkrankung auch unbeabsichtigt, einfach nicht oder unvollständig angebe?
[00:09:21] Speaker B: Also hier ist wirklich besondere Vorsicht geboten. Die Gesundheitsfragen sollten vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden.
Auch Beschwerden oder Symptome, zu denen es noch keine konkrete Diagnose gibt, können relevant sein. Das kann im Leistungsfall durchaus zu Problemen bzw. Zu Streitigkeiten mit dem Versicherer führen. Wir hatten zum Beispiel einen Fall, bei dem eine Person wiederholt ein Stechen im Brustkorb hatte und dies auch beim Arzt angesprochen hat, ohne dass damals eigentlich eine Diagnose gestellt wurde. Beim Abschluss danach der privaten Krankenversicherung wurde dieses Symptom nicht angegeben.
Später kam es dann zum Herzinfarkt und die Versicherung berief sich darauf, dass die entsprechende Angabe beim Vertragsabschluss gefehlt hatte.
Deshalb ist unser Rat bei Gesundheitsfragen lieber einmal zu viel nachfragen und im Zweifel angeben, was konkret gefragt wird. Denn eine unvollständige oder falsche Angabe kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt oder die Leistung verweigert.
Der Versicherer kann in der Regel in den ärztlichen Gesundheitsakt zugreifen und kann auch jederzeit einen Arzt kontaktieren.
[00:10:30] Speaker A: Das wollte ich gerade Fragen, also beim Arzt auch nachfragen und sich da wirklich die Zeit nehmen und die Mühe machen, das auszuforschen. Man erinnert sich ja auch nicht immer an alles.
[00:10:40] Speaker B: Genau, richtig. Also es ist auch noch wichtig zu erwähnen, dass man auch eben nur die Fragen beantworten muss, die der Versicherer stellt.
Also mehr, mehr, mehr als diese Fragebögen hergeben, muss man auch nicht beantworten.
[00:10:57] Speaker A: Jetzt stellen wir uns vor, eine Versicherung ist abgeschlossen.
Was passiert jetzt oder passiert es oft, dass die Versicherung dann nicht zahlt?
[00:11:05] Speaker B: Ja, also zunächst einmal sollte man prüfen lassen, ob die Ablehnung tatsächlich gerechtfertigt ist. Gerade bei Versicherungen kommt es immer wieder auf den konkreten Vertrag und die jeweiligen Bedingungen an.
Man kann sich hier fachkundigen Rat holen, etwa bei der Vermittlerin oder beim Vermittler bzw. Bei der Beraterin oder beim Berater. Aber natürlich stehen auch wir als Arbeiterkammer für eine Beratung zur Verfügung, um eben diesen Vertrag und den konkreten Fall zu prüfen.
[00:11:35] Speaker A: Okay, das passiert also öfter. Kannst du uns Tipps geben?
[00:11:41] Speaker B: Ja, also solche Fälle gibt es natürlich immer wieder und das ist auch eine der häufigen Anfragen bei uns in der Beratung. Oft geht es nämlich gar nicht darum, dass die Versicherung grundsätzlich nicht leisten möchte, sondern darum, dass eine bestimmte Behandlung oder Leistung vom konkreten Vertrag einfach nicht gedeckt ist. Versicherte gehen dann manchmal davon aus, dass sie mit ihrer Zusatzversicherung gut geschützt sind und möglichst alles versichert ist. Aber tatsächlich können bestimmte Behandlungen auch ausgeschlossen sein oder eben nur eingeschränkt gedeckt sein. Deshalb ist auch im Streitfall ganz wichtig, sich den konkreten Sachverhalt, die Polize und vor allem die Versicherungsbedingungen genau anzusehen und und sich das auch prüfen zu lassen. Und dann kann man beurteilen, ob die Ablehnung tatsächlich gerechtfertigt ist.
[00:12:27] Speaker A: OK, und kann eine Behandlung medizinisch sinnvoll sein, aber trotzdem nicht abgedeckt sein vom Tarif?
[00:12:34] Speaker B: Ja, absolut. Eine Behandlung kann medizinisch sinnvoll sein und trotzdem vom konkreten Tarif nicht gedeckt sein.
Die private Krankenversicherung zahlt eben nicht automatisch jede medizinisch sinnvolle Behandlung. Es gibt bestimmte Behandlungsmethoden oder Eingriffe, die im jeweiligen Vertrag ausgeschlossen oder eben nicht versichert sind. Oder wenn etwa die Versicherungssumme bereits ausgeschöpft ist und eben eine bestimmte Behandlung ausgeschlossen ist. Zum Beispiel, wenn man häufiger eine Brille benötigt als vereinbart ist im Vertrag.
Auch die Wartezeit, die nach Abschluss eines Vertrages besteht, spielt hier eine große Rolle. Diese muss man nämlich abwarten, bis man Leistungen in Anspruch nehmen kann.
Diese kann individuell sein und hier rate ich unbedingt im Vertrag nachzusehen, zum Beispiel bei einer Schwangerschaft.
Bei einer Wartezeit von oftmals neun Monaten sollte man beachten, dass zum Beispiel einige Vorsorgeuntersuchungen noch nicht gedeckt sind. Deshalb muss man sich immer den konkreten Vertrag und die Bedingungen ansehen.
Entscheidend ist letztlich nicht nur, ob eine Behandlung medizinisch sinnvoll ist, sondern auch, ob sie laut Tarif versichert ist.
[00:13:54] Speaker A: Wenn ich jetzt vielleicht eine Ablehnung befürchte oder mir nicht ganz sicher bin, hast du einen Tipp, wie ich sichergehen kann, dass ich das vorab schon mit der Versicherung vielleicht kläre, also sowas wie eine schriftliche Zusage vor der Behandlung von der Versicherung bekomme, kann man das machen?
[00:14:10] Speaker B: Ja, also auf jeden Fall vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt oder einer geplanten Operation sollte man unbedingt eine Deckungsabfrage beim Versicherer machen. Ich würde empfehlen, sich die Deckungsabfrage bzw. Die danach hoffentlich Deckungszusage jedenfalls schriftlich bestätigen zu lassen. So weiß man nämlich vorab schon, ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.
Gerade bei größeren Eingriffen können die Kosten sehr hoch sein und deshalb sollte man hier lieber vorher Klarheit haben, als später eine böse Überraschung zu erleben.
[00:14:46] Speaker A: Wenn die Kostenübernahme nun abgelehnt wird von der Versicherung, an wen wende ich mich dann konkret? Also wer hilft mir, diese Rechtsmässigkeit zu prüfen, ob die Ablehnung eben rechtsmässig war? So wollte ich sagen.
[00:14:59] Speaker B: Ja, also wie eben schon erwähnt, ist es wichtig, sich vorerst einmal an die Vermittlerin oder den Vermittler oder die Beraterin oder den Berater zu wenden, aber natürlich auch gerne an die Arbeiterkammer Niederösterreich. Wir schauen uns den konkreten Sachverhalt, den Versicherungsvertrag und die zugrundeliegenden Bedingungen an und prüfen, ob die Ablehnung tatsächlich gerechtfertigt ist.
[00:15:20] Speaker A: Und jetzt ganz zum Schluss noch eine Wenn ich schon eine Zusatzversicherung habe und sich aber mein Leben geändert hat, meine Umstände, kann ich dann einfach so die Krankenversicherung wechseln bzw. Was muss ich da beachten, bevor ich das mach?
[00:15:35] Speaker B: Grundsätzlich ist ein Wechsel natürlich möglich, aber er sollte gut überlegt sein. Bei einem Neuvertrag müssen in der Regel die Gesundheitsfragen wieder neu beantwortet werden und bisherige Versicherungszeiten werden nicht einfach angerechnet.
Deshalb sollte man sich vor einem Wechsel genau ansehen, ob sich dieser finanziell tatsächlich lohnt und welche Risiken ein Neuvertrag mit sich bringen kann.
Gerade wenn man schon länger versichert ist, kann ein Wechsel nicht unbedingt von Vorteil sein und sollte daher geprüft werden.
[00:16:04] Speaker A: Und jetzt noch eine allerletzte Wenn ich meine Zusatzversicherung kündigen möchte, worauf muss ich dann achten?
[00:16:12] Speaker B: Eine Kündigung sollte jedenfalls gut überlegt sein. Grundsätzlich gibt es eine dreijährige Mindestbindefrist als Verbraucher. Danach ist eine Kündigung unter den entsprechenden Voraussetzungen möglich.
Vor einer Kündigung sollte man sich unbedingt alternative Angebote einholen und genau vergleichen und auch mit der Vermittlerin oder mit dem Vermittler besprechen, ob ein Wechsel tatsächlich sinnvoll ist und ob man sich dadurch langfristig etwas erspart.
Gerade bei einer privaten Krankenversicherung ist das wichtig, weil sie grundsätzlich als langfristige bzw. Lebenslange Absicherung gedacht ist und der Versicherer den Vertrag grundsätzlich nicht einfach kündigen kann. Eine bestehende Versicherung sollte man daher nicht vorschnell aufgeben.
[00:16:55] Speaker A: Also es soll sowohl überlegt sein, ob ich eine Versicherung überhaupt abschließe und dann auch, wenn ich kündige, wann, unter welchen Bedingungen oder ob ich vielleicht doch wechsle.
Eine private Krankenversicherung, die bietet, kann sehr viel Komfort bieten und eben zusätzliche Leistungen. Doch die Entscheidung sollte eben, wie du gerade gesagt hast, sehr gut überlegt sein.
Nicht allein von einer günstigen Monatsprämie abhängen.
Wenn Sie noch Fragen haben, die Expertinnen und Experten der AK Konsumentenberatung helfen Ihnen gerne weiter. Sie erreichen sie unter der Hotline und zwar von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr und weitere Tipps und Infos finden Sie unter noe arbeiterkammer at versicherungen. Bianca Danke, dass du uns heute so einen guten Überblick gegeben hast.
[00:17:42] Speaker B: Dankeschön.